Warum dieses Dinkel Sauerteigbrot so gut gelingt
Was ich beim Dinkelbacken gelernt habe: Dinkel verzeiht weniger als Weizen. Der Teig läuft schneller breit, das Klebereiweiß bricht schneller zusammen. Die Lösung ist nicht mehr Mehl oder mehr Kraft, sondern mehr Zeit und sanftere Hände.
Dieses Rezept setzt deshalb auf eine lange Teigreife, die dem Dinkel die nötige Zeit gibt, Feuchtigkeit zu binden. Das Ergebnis ist ein Brot mit tiefem Aroma, das deutlich länger frisch bleibt als herkömmliche Dinkelbrote. Durch die sanfte Knetmethode und die Fermentolyse schützt du das empfindliche Dinkel-Klebereiweiß, sodass das Brot im Ofen gut aufgehen kann, ohne breit zu laufen.
➔ Falls du noch tiefer einsteigen willst: In meinem Wissens-Guide Dinkelbrot backen erkläre ich ausführlich, warum Dinkel seine eigenen Regeln hat, worauf du beim Mehl achten solltest und teile mit dir meine besten Tipps.

Diese Zutaten brauchst du für dein Dinkel-Sauerteigbrot
- Dinkelmehl Type 630 für eine milde, lockere Krume
- Dinkelvollkornmehl für mehr Aroma und Biss
- Aktiver Sauerteigstarter (Dinkel oder Weizen funktioniert beides) Falls du noch keinen Dinkelstarter hast: In Sauerteig ansetzen mit Dinkel zeige ich dir, wie du ihn in 5 Tagen aufbaust.
- Wasser und Salz
- Rübensirup oder Honig (optional): Balanciert das Aroma, füttert die wilden Hefen während der langen Reifezeit und sorgt für eine schön gebräunte Kruste

Ist dein Starter fit genug?
Dein Anstellgut sollte vor dem Backen aktiv und triebstark sein. Ein einfacher Test: Wenn sich das Volumen deines Starters nach dem Auffrischen innerhalb von 4 bis 6 Stunden bei 26 bis 28 °C mindestens verdoppelt hat, ist er bereit für den Hauptteig. Falls nicht, frische ihn vorher 1 bis 2 Mal auf. ➔ Tipps zum Sauerteig füttern
Mein Tipp für Dinkel: Gemahlene Flohsamenschalen
Gemahlene Flohsamenschalen sind ein echter Helfer bei Dinkelteigen:
- Binden Wasser wie ein Schwamm
- Machen den Teig leichter formbar
- Halten die Krume saftig
- Schmeckst du nicht
Du bekommst sie in der Drogerie, Apotheke oder online. Dosierung: 5 g auf 500 g Mehl. Falls du ein Weizenrezept auf Dinkel umstellen willst: ➔ Weizen durch Dinkel ersetzen
Eine Prise Vitamin C (oder ein Schluck Orangensaft) stärkt das Klebergerüst und hält den Teig stabiler. Bei sortenreinem Dinkel ein echter Vorteil gegen Breitlaufen.

Dinkel Sauerteigbrot backen – Schritt für Schritt
Schritt 1: Sauerteig vorbereiten
Anstellgut mit Wasser und Mehl füttern, warm reifen lassen (26 bis 28 °C), bis er sich mindestens verdoppelt, blubbert und mild-joghurtartig duftet. → Tipps zum Sauerteig auffrischen
Schritt 2: Teig mischen und quellen lassen (Fermentolyse)
Reifen Sauerteig mit Dinkelmehl, Flohsamenschalen und Wasser kurz vermischen, abdecken und 20 bis 30 Minuten quellen lassen.
Warum Fermentolyse bei Dinkel?
Bei der Fermentolyse gibst du den Sauerteig schon zur Quellphase dazu. Bei Dinkel ist das ideal, weil sich die Knetzeit verkürzt und der empfindliche Kleber geschont wird.
Schritt 3: Kurz und sanft kneten
Rübensirup oder Honig zugeben, langsam kneten, bis der Teig schön glatt ist (8 bis 10 Minuten auf niedriger Stufe). Dann Salz zugeben und nur noch 1 bis 2 Minuten schneller kneten. Bei Bedarf schluckweise bis zu 20 g Wasser einarbeiten, bis der Teig weich, aber formbar ist.
Überprüfe mit dem Fenstertest, ob der Teig fertig geknetet ist.
Zu langes Kneten schadet! Dinkelteige nur 8 bis 10 Minuten langsam, dann 1 bis 2 Minuten zügig kneten. Sobald der Teig glänzt und anfängt, Fäden zu ziehen, ist es meist schon zu spät. Das Glutengerüst bricht dann schlagartig zusammen. Die fehlende Struktur holst du dir stattdessen über Dehnen und Falten.
Schritt 4: Stockgare und Dehnen & Falten
Den Teig in eine leicht geölte Schüssel geben. In den ersten 90 Minuten 2 Mal dehnen und falten (nach 45 und 90 Minuten). Danach weiter ruhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Je nach Starter und Temperatur dauert das insgesamt etwa 6 Stunden bei 22 bis 24 °C.
Die Stockgare ist die erste Teigruhe nach dem Kneten.
Schritt 5: Schonend formen
Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche kippen und sanft, aber mit Spannung rund formen (Rundwirken). Mit dem Teigschluss nach oben in den gut bemehlten Gärkorb geben.
Spannung ist alles: Die in der Stockgare gebildeten Gärgase sind ein großer Teil deines Ofentriebs. Deshalb: Nicht nochmal durchkneten und beim Formen keinen starken Druck ausüben. Die Oberfläche sanft straffen – so hält der “Teig-Ballon” die Gärgase und bekommt einen schönen Ofentrieb.
Schritt 6: Stückgare
Mit Übernachtgare (empfohlen): Abgedeckt 20 Minuten bei Raumtemperatur anspringen lassen. Danach etwa 12 bis 16 Stunden bei 5 bis 6 °C im Kühlschrank reifen lassen. Anschließend direkt kalt aus dem Kühlschrank backen.
Same-Day-Variante: Abgedeckt bei Raumtemperatur etwa 1,5 bis 2 Stunden bis zur knappen Verdopplung reifen lassen.
Warum kalte Übernachtgare?
Die kalte Stückgare im Kühlschrank hat mehrere Vorteile:
- Das Aroma entwickelt sich intensiver
- Der Teigling ist stabiler und lässt sich besser handhaben
- Er hält beim Einschneiden und Backen besser die Form
- Du kannst morgens direkt backen
Gerade bei Dinkelbroten ist die kalte Führung fast schon ein Sicherheitsnetz gegen Breitlaufen.
Schritt 7: Backen
Backofen zusammen mit einem Gusstopf, Backstein oder Backstahl gut auf 250 °C vorheizen.
Im Topf: Teigling aus dem Gärkorb stürzen, einschneiden, in den heißen Topf setzen. 20 bis 25 Minuten mit Deckel bei 250 °C, dann 20 bis 25 Minuten ohne Deckel bei 210 °C ausbacken.
Freigeschoben: Teigling aus dem Gärkorb stürzen, einschneiden, auf den heißen Stein/Stahl schieben. Kräftig schwaden, nach 10 Minuten den Dampf ablassen und bei 210 °C etwa 30 bis 35 Minuten fertig backen.
Fertig ist dein Brot, wenn die Kruste kräftig gebräunt ist und der Laib beim Klopfen hohl klingt.
Heiß starten! Ein sehr gut vorgeheizter Gusstopf, Backstein oder Backstahl sorgt für kräftige Hitze von unten. Das Ergebnis: Guter Ofentrieb und eine knusprige Kruste. Im Gusstopf gelingt das besonders einfach und zuverlässig, weil der Dampf automatisch eingeschlossen wird.

Mein Tipp: Same-Day-Variante
Wenn du dein Dinkel Sauerteigbrot noch am selben Tag backen möchtest, kannst du das Rezept auch ohne Übernachtgare führen. Starte früh mit dem Sauerteig und lasse den geformten Teig bei Raumtemperatur reifen statt im Kühlschrank. Wichtig: Nicht die Uhr entscheidet, sondern dein Teig zeigt dir, wann er bereit ist.
Darauf solltest du bei Dinkelteig achten – meine 5 Tipps
Diese fünf Punkte machen aus einem breitgelaufenen Dinkel-Fladen ein stabiles Brot mit Volumen. Bei mir hat es ein paar Versuche gebraucht, bis sie alle durchprobiert habe.
- Kurz kneten, clever falten: Dinkelteige nur 8 bis 10 Minuten langsam, dann 1 bis 2 Minuten zügig kneten. Den Rest erledigen zwei Falt-Runden.
- Feuchtigkeit bändigen: 5 g Flohsamenschalen geben deinem Teig Stand und saftige Krume ohne Klebrigkeit.
- Spannung aufbauen: Beim Formen die Oberfläche sanft straffen – so hält der “Teig-Ballon” die Gärgase und bekommt guten Ofentrieb.
- Heiß starten: Sehr gut vorgeheizter Gusstopf, Backstein oder Backstahl sorgen für kräftige Unterhitze, knusprige Kruste und guten Ofentrieb.
- Reife lesen: Lieber auf die Volumenzunahme achten als auf die Uhrzeit. Beim geformten Brot hilft der Fingerdrucktest (funktioniert nicht bei kaltem Teig).

Häufige Fehler beim Dinkel Sauerteigbrot und wie du sie vermeidest
Diese vier Fehler kenne ich aus meiner eigenen Backpraxis und aus vielen Leser-Mails. Die gute Nachricht: Sie lassen sich alle vermeiden, wenn man weiß, woran man drehen muss.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Zu sauer / kaum Trieb | Starter nicht fit | 1 bis 2 Mal füttern bei 26 bis 28 °C, erst verwenden wenn er sich in wenigen Stunden verdoppelt |
| Flacher Laib | Stückgare zu lang oder zu wenig Spannung | Früher backen, straffer formen, heiß anbacken (im Topf hilft) |
| Dichte/speckige Krume | Untergare oder zu kalt geführt | Wärmer führen, Reifezeichen abwarten, Stückgare verlängern |
| Klebrig/zu weicher Teig | Zu viel Wasser oder zu lange geknetet | Mit weniger Wasser starten, kürzer kneten, Struktur über Dehnen & Falten |
Häufig gestellte Fragen zum Dinkel-Sauerteigbrot
Ich empfehle eine Mischung aus Dinkelmehl Type 630 (für die Struktur) und Dinkelvollkornmehl (für den Geschmack). Type 630 sorgt für eine milde, lockere Krume, während Vollkorn mehr Aroma und Biss bringt. Auch Type 1050 funktioniert gut und liegt geschmacklich dazwischen.
Ja, aber beachte, dass Vollkornmehl deutlich mehr Flüssigkeit aufnimmt. Erhöhe die Wassermenge schrittweise um etwa 10 Prozent. Der Teig wird außerdem etwas schwerer und das Brot kompakter. Ein Mix aus hellem Mehl und Vollkorn ist oft der beste Kompromiss.
Ja, das ist sogar empfehlenswert! Die kalte Übernachtgare im Kühlschrank verbessert nicht nur das Aroma, sondern macht den Teigling auch stabiler für das Einschneiden und Backen. Der Teigling kommt direkt kalt in den vorgeheizten Ofen.
Dinkelbrot trocknet schneller aus als Weizenbrot. Das liegt am empfindlicheren Klebereiweiß. Abhilfe schaffen: Flohsamenschalen oder ein Mehlkochstück im Teig, ein kleiner Anteil Fett (Öl oder Butter) oder nicht zu lange und nicht bei zu niedriger Temperatur backen.
Am besten bei Raumtemperatur, nicht im Kühlschrank (das trocknet aus). Mit dem Anschnitt nach unten auf einem Holzbrett oder im Leinenbeutel lagern. In einem Steinguttopf (unglasiert) hält sich Brot besonders lange frisch. Zum Auffrischen: 5 bis 10 Minuten bei 200 bis 220 °C im Ofen – die Kruste wird wieder knusprig.
Weitere Brotrezepte mit Sauerteig
Du hast Lust auf mehr? Hier findest du passende Rezepte:
- Mischbrot mit Sauerteig – mein Hausbrot
- Roggen-Dinkel-Brot mit Sauerteig
- Dinkel-Körnerbrot mit Sauerteig
- Roggenbrot mit Sauerteig
Du brauchst noch einen Dinkelstarter? In Sauerteig ansetzen mit Dinkel zeige ich dir, wie du ihn aufbaust.
→ Alle Sauerteigbrot-Rezepte findest du in der Kategorie Brot-Rezepte mit Sauerteig. Mehr zur Sauerteig-Welt insgesamt (Brötchen, Reste, Grundlagen) in meiner Themenwelt Sauerteig.














25 Kommentare
Magdalena
Hallo Sonja,
Ich würde gerne das Brot mit Dinkel Ruchmehl backen.
Wieviel Flüssigkeit würdest du empfehlen?
LG Magdalena
Sonja
Liebe Magdalena,
die Wassermenge lässt sich da leider nicht pauschal empfehlen, da Ruchmehl je nach Mühle ziemlich unterschiedlich sein kann – manche nehmen mehr Wasser auf als andere. Als grobe Orientierung: Starte am besten mit ca. 5–10 % weniger Flüssigkeit als im Originalrezept und gib nach Gefühl beim Kneten noch etwas dazu, falls der Teig es gut annimmt.
Liebe Grüße
Sonja
Hilde
Wieder ein tolles Rezept, aktuell unser tägliches Familienbrot, ich backe es immer gleich in doppelter Menge
Sonja
Wie schön – danke dir für das tolle Feedback! 🧡
Dass es euer tägliches Familienbrot ist und du gleich doppelt backst, freut mich riesig. Weiterhin viel Backfreude!
Liebe Grüße
Sonja
Nina
Hi Sonja,
Kann ich auch Roggenanstellgut für dieses Rezept verwenden?
Liebe Grüße
Nina
Sonja
Hallo Nina,
prinzipiell geht das auf jeden Fall, du kannst einfach dein Roggenanstellgut nutzen. Der Geschmack kann aber eventuell etwas kräftiger und säuerlicher, dafür auch aromatischer werden.
LG Sonja
Nicole
Nehme ich bei Roggenanstellgut dann im ersten Schritt trotzdem Dinkelmehl? Oder muss ich mit Roggenmehl starten?
Sonja
Hallo Nicole,
im Prinzip geht zwar beides, aber ich würde trotzdem Dinkelmehl nehmen damit die Milde und der Charakter des Brotes weitgehend erhalten bleiben. Ansonsten hätte ich auch noch ein Roggen-Dinkel-Brot mit Sauerteig im Blog, also auch Dinkelmehl aber mit Roggensauerteig.
LG Sonja
Daniela
Hi Sonja
das Rezept finde ich toll. ich habe viele Urkornmehle daheim und würde gerne dein Rezept mit ihnen ausprobieren. Ich habe Einkorn, Rotkorn und Khorasan die würde ich zu je einen Drittel einsetzen wollen. meinst du das kann funktionieren?
Danke dir & VG
Daniela
Sonja
Hallo Daniela,
das klingt spannend! Grundsätzlich sollte das funktionieren, aber rechne mit ein paar Anpassungen:
Urkornmehle (vor allem Einkorn) haben einen noch etwas schwächeren Kleber als Dinkel. Der Teig wird dadurch weicher und empfindlicher. Ich würde die Wassermenge erstmal um ca. 10–15 % reduzieren und mich vorsichtig rantasten. Außerdem den Teig noch kürzer und sanfter kneten (oder von Hand), damit der empfindliche Kleber nicht überarbeitet wird.
Einkorn macht den Teig am weichsten, Khorasan ist da etwas stabiler. Die Mischung aus allen dreien sollte sich ausgleichen. Falls der Teig dir trotzdem zu instabil vorkommt, kannst du ihn auch in einer Kastenform backen, die gibt Halt.
Ich habe diese Kombination selbst nicht getestet, aber wenn du es ausprobierst, berichte gerne!
Liebe Grüße
Sonja
Bettina
Liebe Sonja, das Brot ist super lecker! Da ich aber ein Fan von Saaten bin würde ich die gerne ergänzen. Wie müsste ich vorgehen?
Ganz liebe Grüsse
Bettina
Sonja
Hallo Bettina,
das freut mich sehr! Saaten sind eine tolle Ergänzung.
Wichtig ist, dass du die Saaten vorher einweichst, damit sie dem Teig keine Feuchtigkeit entziehen. Nimm ca. 100 g Saaten und übergieße sie mit Wasser. Die genauen Wassermengen je nach Saat findest du in meinem Quellstück-Guide. Am besten über Nacht im Kühlschrank quellen lassen, oder mindestens 2 Stunden mit heißem Wasser als Brühstück.
Die gequollenen Saaten vor dem Zugeben abtropfen lassen und ganz am Ende des Knetens kurz unterarbeiten.
Liebe Grüße
Sonja
Bettina
Hallo liebe Sonja
Du bist ein Schatz, vielen herzlichen Dank für Deine Antwort, das werde ich morgen gleich ausprobieren und die Saaten über Nacht einweichen. Ich bin schon sehr gespannt.
Mein Sauterteigansatz ist im Kühlschrank, mach es Sinn, dass ich ihn vorher, sprich heute Abend noch anfüttere, habe das vor zwei Tagen gemacht und dann morgen Früh starte?
Liebe Grüsse
Bettina
Sonja
Hallo Bettina,
sehr gerne! 🙂 Ja, ich würde den Sauerteigansatz heute nochmal auffrischen. Dann ist er morgen richtig fit für dein Brot.
Gutes Gelingen und frohe Oster,
Sonja
Bettina
Liebe Sanja, habe ich gemacht. Soll ich beim Rezept Wasser weglassen wegen den eingelegten Saaten und kann ich die gleich beim Kneten beifügen?
Danke, ich werde Dir berichten und auch Dir wunderschöne Ostern!
Alles Liebe, Bettina
Sonja
Hallo Bettina,
ja genau, ich würde erstmal etwas Flüssigkeit zurückhalten und dann nach Bedarf beim Kneten hinzufügen.
Ganz liebe Grüße und frohe Oster,
Sonja
Bettina
Vielen ❤️lichen Dank liebe Sonja! Der Teig ist suuuper am Aufgehen❤️ nochmals ganz wunderschöne Ostern❤️🫶❤️
Sonja
Liebe Bettina,
das freut mich riesig, schön dass ich dir weiterhelfen konnte. 🥰
Herzliche Grüße
Sonja
Bettina
Liebe Sonja, das Brot wurde super lecker!!!! Noch zwei Fragen: kann ich die Saaten gleich am Anfang beifügen, damit ich merke, wieviel Wasser es noch zusätzlich braucht oder erst beim Kneten? Und falls ich ein Brot mit der doppelten Menge machen möchte, kann ich die Saaten auch verdoppeln und wie soll ich es dann backen in einer Brotbackform Temperatur und Zeit?
Sonja
Hallo,
ich würde sie nach und nach in der zweiten Knetphase zufügen oder wenigstens erstmal einige Minuten ohne Saaten kneten, damit sich das Teiggerüst optimal entwickeln kann.
Wenn du du das doppelte Rezept zubereitest, kannst du auch die Saaten verdoppeln, ich würde dann zwei Brote machen oder wenn du ein großes willst, müsstest du länger backen (schätze 20 Minuten). Die Temperaturen bleiben gleich. In einer Kastenform musst es es nicht backen, aber möglich ist es natürlich auch.
Wenn du noch weitere Fragen hast, melde dich gerne.
LG Sonja
Bettina
Liebe Sonja, vielen herzlichen Dank für die Info. Okay, dann gebe ich die Saaten erst beim Kneten bei, wenn es schon so 5 Minuten geknetet hat, dann ziehe ich die Menge des Wasser der Saaten mal am Anfang ab und schaue beim Kneten, wieviel es noch braucht, denn ich musste Mehl beigeben, da der Teig zu flüssig/klebrig war. Ganz liebe Grüsse, Bettina
Birte
Hallo Sonja,
hast du einen Tipp, wie ich das Brot backen kann, wenn ich keinen Gusstopf habe, aber mein Ofen auch nicht Schwaden kann?
Viele Grüße
Birte
Sonja
Hallo Birte,
kein Gusstopf und kein Schwaden – da gibt es trotzdem gute Möglichkeiten! Ich habe dazu übrigens einen ausführlichen Artikel auf meinem Blog: So geht Schwaden ohne spezielle Funktion
Der einfachste Trick: Stülpe eine feuerfeste Edelstahlschüssel (ohne Plastikgriffe) als Haube über den Teigling auf dem vorgeheizten Blech. Die hält die Feuchtigkeit in den ersten 15–20 Minuten ein, ähnlich wie ein Gusstopf. Zusätzlich kannst du den Teigling vorher mit einer Blumenspritze einsprühen oder eine kleine ofenfeste Schale mit heißem Wasser mit in den Ofen stellen.
Nach 15–20 Minuten die Schüssel abnehmen, Temperatur etwas reduzieren und fertig backen.
Liebe Grüße
Sonja
Marc
Durch die Übernachtgare super einfach in den Alltag einzubauen.
Kommt die Farbe deiner Krume durch den Rübensirup? Hatte nur Honig zu Hand.
Sonja
Lieber Marc,
ja, der Rübensirup kann die Krume etwas dunkler färben und bringt auch ein leicht malziges Aroma mit. Mit Honig funktioniert das Rezept aber genauso gut, die Krume bleibt dann meist einfach etwas heller.
Liebe Grüße
Sonja