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Zupfbrot mit Kräuterbutter: Mein einfaches Rezept fürs Partybuffet

5 Tipps für einen Hefeteig, der zuverlässig aufgeht

Bei einem schnellen Hefeteig sind es bei mir fünf Dinge, die in der Praxis den Unterschied machen:

  1. Kühles Wasser, nicht warm: Ich nehme kühles Wasser aus der Leitung. Viele schwören auf lauwarmes, aber kühl hält die Teigtemperatur niedrig (Ziel: 24–26 °C nach dem Kneten) und der Teig wird beim Kneten elastischer. Das macht die Krume später locker.
  2. Auf die Raumtemperatur achten: Dieses Rezept ist auf eine Raumtemperatur von etwa 20 bis 22 °C ausgelegt. Im Sommer ab etwa 25 °C kann sich die Gehzeit halbieren. Nimm dann kaltes Wasser aus dem Kühlschrank statt aus der Leitung und behalte den Teig im Blick, er ist dann oft schneller so weit, als du denkst.
  3. Teig richtig auskneten: Ich knete den Teig richtig gut aus, bis er sich vom Schüsselrand löst und seidig glänzt. Das dauert gern mal 15 bis 20 Minuten. Du kannst auch mit dem Fenstertest überprüfen, überprüfen, ob er fertig geknetet ist.
  4. Salz und Öl zum Schluss einkneten: Salz und Olivenöl gebe ich erst dazu, wenn der Teig schon glatt ist. Das Salz strafft das Klebergerüst, das Öl macht die Krume danach zart und den Teig geschmeidig zum Ausrollen. Beides zu früh dazugegeben bremst die Teigentwicklung beim Kneten.
  5. Den Teig nach dem Volumen beurteilen: Lass den Teig entscheiden, nicht die Uhr im Blick: Wenn er sich ungefähr verdoppelt hat, ist er so weit. Wenn es einmal besonders schnell gehen muss, kannst du die Schüssel als Notlösung warm stellen, dann halbiert sich die Reifezeit.
Zupfbrot mit Kräuterbitter auf einem Brett mit einem Schälchen Kräuterbutter im Vordergrund und Basilikum im Hintergrund.

Meine Kräuterbutter fürs Zupfbrot: schnell selbst gemacht

Die Kräuterbutter macht beim Zupfbrot den eigentlichen Geschmack. Gekaufte funktioniert auch (ca. 150 g aus dem Kühlregal), aber selbstgemacht ist sie aromatischer und du bestimmst die Kräuter selbst.

Mein Grundrezept:

  • 150 g Butter, sehr weich
  • 1 Schalotte, fein gehackt (oder ½ TL Zwiebelgranulat)
  • 1–2 Knoblauchzehen, fein gerieben oder gepresst
  • ½ Bund gemischte Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Oregano, Dill)
  • ½ TL Salz oder Kräutersalz
  • 1 Prise Pfeffer

So mache ich es: Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einer Gabel oder Teigkarte vermengen. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen, damit die Aromen sich verbinden. Im Sommer bereite ich die Kräuterbutter gerne schon morgens vor und lasse sie bei Raumtemperatur stehen, dann ist sie zum Bestreichen schön weich.

Zupfbrot mit Kräuterbutter und Käse

Wer es käsig mag, streut zwischen die Teigschichten zusätzlich 100 g geriebenen Gouda oder Mozzarella. Beim Auseinanderziehen zieht das Brot dann Fäden, was vor allem Kindern gut gefällt.

Drei Ideen für die Füllung, die bei uns gut ankommen:

  • Mediterran: Mit getrockneten Tomaten und Oregano, dazu etwas geriebener Parmesan.
  • Pizza-Style: Tomatenmark, italienische Kräuter und Mozzarella zwischen den Schichten. Wenn du es ganz auf Pizza trimmen willst, nimm lieber gleich mein eigenes Rezept dafür, das Pizza-Zupfbrot (Pull Apart Bread).
  • Käse-Knoblauch: Mit reichlich Knoblauch und 100 g geriebenem Gouda direkt mit auf den Teig.
Nahaufnahme von einem Zupfbrot mit Kräuterbitter auf einem Brett, mit lockerer Krume.

Wie falte ich Zupfbrot richtig? So mache ich es am liebsten

Das klassische Zupfbrot, oft auch Pull Apart Bread oder Monkey Bread genannt, wird in der Kastenform geschichtet. Die einzelnen Päckchen stehen hochkant nebeneinander und sehen nach dem Backen aus wie aufgereihte Buchseiten. Beim Servieren zieht man sich Stück für Stück ab.

  1. Ausrollen: Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 40 × 50 cm ausrollen. Der Teig sollte etwa 5 mm dick sein.
  2. Bestreichen: Die weiche Kräuterbutter gleichmäßig bis zum Rand verstreichen. Wer mag, streut jetzt noch geriebenen Käse darüber.
  3. Schneiden: Den Teig in Quadrate schneiden, die etwas kleiner als die Kastenform sind (ca. 10 cm).
  4. Stapeln: Die Teig-Quadrate vorsichtig aufeinanderlegen, sodass mehrere Stapel entstehen.
  5. Einsetzen: Die Teig-Päckchen in die gefettete Kastenform setzen, sodass die geschichteten Schnittkanten nach oben zeigen.
Autorenportrait von Sonja Bauer vom Foodblog Cookie und Co.
Ausgerollter Hefeteig, mit Kräuterbutter bestrichen und in Quadrate geschnitten, für Zupfbrot mit Kräuterbutter.
Ausgerollten und mit Kräuterbutter bestrichenen Teig in Quadrate schneiden.
zupfbrot mit kräuterbutter
Die Teig-Quadrate zum kleinen Päckchen übereinanderstapeln.
Geschichteter Teig für Zupfbrot mit Kräuterbutter in einer Kastenform mit einem Topf Basilikum daneben.
In die Kastenform setzen und aufgehen lassen.

Wie backt man Zupfbrot richtig? Außen knusprig, innen weich

Die genauen Temperaturen und Zeiten stehen in der Rezeptkarte. Damit das Zupfbrot außen knusprig und innen saftig wird, kommt es aber auf zwei Dinge an, die in der Karte leicht untergehen.

Für die knusprige Kruste: Ich sprühe den Teig direkt vor dem Einschießen kräftig mit Wasser ein oder schwade zu Backbeginn. Der Dampf hält die Oberfläche am Anfang dehnbar, sodass das Brot ungestört aufgehen kann, bevor sich die Kruste festsetzt. Genauso wichtig ist, was danach passiert: Nach den ersten 10 Minuten öffne ich die Tür einmal kurz und lasse die Feuchtigkeit raus. Den Rest backe ich trocken zu Ende, sonst bleibt die Kruste blass und ledrig statt knusprig.

Für die saftige Krume: Hoch anfangen, dann runtergehen. Die ersten Minuten bei 200 °C geben dem Brot Trieb und Farbe, danach reduziere ich auf 180 °C, damit es innen in Ruhe durchgaren kann, ohne dass die Kruste zu dunkel wird. Nimm das Brot lieber etwas früher raus als zu spät, sonst trocknet die Krume aus. Die Kräuterbutter zwischen den Schichten hilft zusätzlich, sie hält das Zupfbrot von innen saftig.

Wann ist es fertig? Wenn die Oberfläche tief goldbraun ist, ist es meistens durch. Bei Unsicherheit hilft ein Thermometer: Die Kerntemperatur sollte bei 93 bis 95 °C liegen.

Wenn die Oberfläche zu schnell braun wird: Mit Alufolie abdecken, damit das Brot innen durchgaren kann, ohne dass die Kruste verbrennt.

Frisch gebackenes Zupfbrot mit Kräuterbutter in er Kastenform mit einem Topf Basilikum daneben.
Zupfbrot mit Kräuterbitter auf einem Brett mit einem Schälchen Kräuterbutter im Vordergrund und Basilikum im Hintergrund.
Rezept

Zupfbrot mit Kräuterbutter

Saftiges Zupfbrot mit Kräuterbutter, schnell mit Hefe gemacht und ein Klassiker fürs Partybuffet oder zum Grillen. Mit Variante für Lievito Madre.
Aktivzeit30 Min
Backzeit30 Min
Gesamt4 Std
Portionen 10 Portionen (1 Kastenform)

Zutaten

Hefeteig
  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 260–280 g Wasser kühl aus der Leitung, im Sommer kalt aus dem Kühlschrank.
  • 15 g frische Hefe
  • 5 g Zucker
  • 40 g Olivenöl
  • 10 g Salz
Außerdem
  • ca. 150–200 g sehr weiche Kräuterbutter
  • optional: 100–150 g geriebener Käse

Zubehör

  • 1 Kastenform (30 cm)

Zubereitung

Hefeteig
  1. Hefe, Wasser und Zucker in der Knetschüssel kurz vermischen. Mehl hinzufügen und etwa 10 Min. bei langsamer Geschwindigkeit, dann 10 Min. bei mittlerer Geschwindigkeit zu einem glatten Teig kneten.
    260–280 g Wasser, 15 g frische Hefe, 5 g Zucker, 500 g Weizenmehl Type 550
    Gemischter Hefeteig in einer Knetschüssel für Zupfbrot mit Kräuterbutter.
  2. Olivenöl und Salz hinzufügen und 3–5 Min. weiter kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Der Teig ist fertig, wenn du den Fenstertest machen kannst.
    10 g Salz, 40 g Olivenöl
    Hefeteig mit Salz und Olivenöl in einer Knetschüssel für Zupfbrot mit Kräuterbutter.
1. Teigruhe (Stockgare)
  1. Den Teig zu einer Kugel formen und in einer geölten Schüssel abgedeckt 1,5–2 Std. bei Raumtemperatur aufgehen lassen.
    Gekneteter Hefeteig für Zupfbrot mit Kräuterbutter.
Formen
  1. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 40 × 50 cm ausrollen.
    Ausgerollter Hefeteig für Zupfbrot mit Kräuterbutter.
  2. Die weiche Kräuterbutter gleichmäßig bis zum Rand verstreichen, nach Wunsch mit Käse bestreuen.
    ca. 150–200 g sehr weiche Kräuterbutter, optional: 100–150 g geriebener Käse
    Ausgerollter Hefeteig, mit Kräuterbutter bestrichen, für Zupfbrot mit Kräuterbutter.
  3. Den Teig in Quadrate von ca. 10 cm Breite schneiden und vorsichtig aufeinanderlegen.
    zupfbrot mit kräuterbutter
  4. Die Päckchen hochkant in die gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform setzen. Die Kastenform dabei schräg halten, wenn du die ersten Päckchen einsetzt. Dann kippen sie nicht um und du kannst sie besser stapeln.
    Geschichteter Teig für Zupfbrot mit Kräuterbutter in einer Kastenform mit einem Topf Basilikum daneben.
2. Teigruhe (Stückgare)
  1. Abgedeckt ca. 60 Min. bei Raumtemperatur aufgehen lassen, bis das Volumen sichtbar zugenommen hat.
    Geschichteter Teig für Zupfbrot mit Kräuterbutter in einer Kastenform mit einem Topf Basilikum daneben.
Backen
  1. Backofen rechtzeitig auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Vor dem Backen mit Wasser besprühen oder zu Backbeginn schwaden.
    In den vorgeheizten Backofen geben und nach 10 Min. die Temperatur auf 180 °C reduzieren. Insgesamt etwa 30 Min. goldbraun ausbacken.
    Frisch gebackenes Zupfbrot mit Kräuterbutter in er Kastenform mit einem Topf Basilikum daneben.
Hinweis
Kräuterbutter selbst machen: Das Grundrezept für meine Kräuterbutter findest du oben im Beitrag. Wer schnell sein muss, kann auch gekaufte Kräuter- oder Knoblauchbutter verwenden.
Variante mit Lievito Madre: 435 g Mehl, 100 g aufgefrischte Lievito Madre, 225–245 g Wasser, 5 g frische Hefe, 5 g Zucker, 10 g Salz, 40 g Olivenöl. Gehzeit verlängert sich auf 2,5–3 Std. bei Raumtemperatur. Details im Beitrag.
Kneten im Thermomix:
  • Kalte Zutaten verwenden!
  • Hefe, Wasser, Zucker und Mehl in den Mixtopf geben, 5 Min. / Teigknetstufe.
  • Olivenöl und Salz hinzufügen, 2–3 Min. / Teigknetstufe.
Aufbewahrung und Einfrieren:
  • Haltbarkeit: 2–3 Tage in einer Brotbox bei Raumtemperatur.
  • Lagerung: In einer Brotbox oder einem Stoffbeutel, nicht im Kühlschrank.
  • Einfrieren: In Scheiben oder Stücken in Gefrierbeutel, bis zu 3 Monate haltbar.
Nährwerte pro Portion: ~328 kcal #comfortfood #einfach #faltenbrot #grillen #lievitomadre #mitkäse #mitkräuterbutter #partyfood #schnell #silvester #zupfbrot

Varianten für das Zupfbrot mit Kräuterbutter

Dieses Zupfbrot lässt sich leicht abwandeln, bei der Form und beim Teig. Hier sind die zwei, die ich selbst oft backe.

Kräuterbutter-Zupfbrot anders formen: aufgerollt in der runden Form

So habe ich dieses Brot ursprünglich geformt, und viele backen es bis heute so. Statt die Päckchen zu schichten, rollst du den bestrichenen Teig auf wie einen Strudel und setzt die Scheiben in eine runde Form. Das ergibt eine Blüten-Optik. Nicht zu verwechseln mit meinem Kräuterfaltenbrot, das wird gefaltet statt aufgerollt.

So geht es:

  1. Ausrollen: Den Teig zu einem Rechteck von ca. 40 × 50 cm ausrollen, etwa 5 mm dick.
  2. Bestreichen: Die weiche Kräuterbutter gleichmäßig bis in die Ecken verstreichen, nach Wunsch mit Käse bestreuen.
  3. Aufrollen: Den Teig von der langen Seite her straff aufrollen, wie einen Strudel.
  4. Schneiden: Die Rolle mit einem scharfen Messer oder mit Küchenzwirn in ca. 4 bis 5 cm breite Scheiben schneiden.
  5. Einsetzen: Die Schnecken mit der Schnittkante nach oben locker nebeneinander in die gefettete Form setzen.

Für die Menge im Rezept passt eine runde Backform oder Springform (23 bis 26 cm) am besten. Eine Kastenform geht auch, dann legst du die Röllchen einfach nebeneinander. Stückgare und Backen bleiben wie im Hauptrezept.

Zupfbrot mit Kräuterbutter in einer Pie-Form.

Mit Lievito Madre für mehr Aroma

Wer etwas mehr Geschmackstiefe möchte, ersetzt einen Teil der Hefe durch Lievito Madre. Die kleine Menge Hefe sorgt weiter für einen sicheren Trieb, die LM bringt das Aroma. Diese Version stand ursprünglich hier auf dem Blog, und viele backen sie bis heute so.

So passt du das Grundrezept an: Zusätzlich 100 g aufgefrischte Lievito Madre in den Teig geben. Die Hefe reduzierst du dann auf 5 g, das Mehl um ca. 65 g und das Wasser um ca. 35 g.

Konkret bedeutet das:

  • 435 g Weizenmehl Type 550
  • 100 g aufgefrischte Lievito Madre
  • 225–245 g Wasser, kühl
  • 5 g frische Hefe
  • 5 g Zucker
  • 10 g Salz
  • 40 g Olivenöl

Die Zubereitung läuft genauso wie bei der reinen Hefe-Variante. Lievito Madre, Hefe, Wasser und Zucker kommen zusammen in die Knetschüssel und werden kurz verrührt, bevor das Mehl dazukommt. Die Stockgare verlängert sich auf 2,5 bis 3 Stunden bei Raumtemperatur, je nach Aktivität deiner LM.

Mehr zur Lievito Madre findest du in meinem Beitrag Lievito Madre züchten und pflegen.

Zupfbrot mit Kräuterbitter auf einem Brett mit einem Schälchen Kräuterbutter im Vordergrund und Basilikum im Hintergrund.

Zupfbrot als Partybrot: auch als schnelle Variante

Auf einem Buffet mag ich das Zupfbrot am liebsten in der runden Form, weil sich die Stücke von allen Seiten abnehmen lassen und niemand ein Messer braucht. Für größere Runden backe ich lieber zwei Formen als eine große, dann bleibt es innen saftig.

Wenn sich Gäste kurzfristig ansagen, geht auch die Abkürzung ohne Teig: Ein fertiges Brot vom Bäcker gitterförmig einschneiden, dabei etwa zwei Zentimeter über dem Boden aufhören, damit es zusammenhält. Die weiche Kräuterbutter in die Schnitte streichen, geriebenen Käse dazwischen streuen und in Alufolie gewickelt etwa 15 Minuten bei 180 Grad backen. Danach die Folie öffnen und noch einmal 5 bis 10 Minuten offen backen, bis der Käse Farbe hat.

Das ist ein anderes Brot als das frisch gebackene Zupfbrot, es geht dafür in einer halben Stunde. Mein Grundrezept für die Kräuterbutter oben passt für beide Varianten.

Häufige Fragen zum Kräuter-Zupfbrot

Kann ich Trockenhefe nehmen?

Ja. Statt der 15 g frischer Hefe nimmst du 5 bis 7 g Trockenhefe, also ein Päckchen. Du löst sie nicht extra auf, sondern mischst sie direkt unter das Mehl. Zucker und Wasser kommen wie im Hauptrezept dazu.

Warum geht mein Zupfbrot nicht auf?

Meist liegt es an einem von drei Punkten: Die Hefe war zu alt oder es war zu wenig davon im Teig, der Standort ist zu kühl, oder der Teig hatte zu wenig Zeit. Mit kühlem Wasser startet er bewusst etwas langsamer, dafür gleichmäßiger. Gib ihm also die vollen 1,5 bis 2 Stunden und stelle ihn an einen warmen Platz, zum Beispiel in den Ofen mit eingeschaltetem Licht. Geh dabei nach dem Volumen: Wenn er sich ungefähr verdoppelt hat, ist er so weit.

Kann ich Zupfbrot vorbereiten?

Ja, mit zwei Optionen: Du kannst den Teig direkt nach dem Kneten in den Kühlschrank stellen (statt 1,5 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur reifen zu lassen) und ihn dort 8 bis 10 Stunden langsam gehen lassen. Vor dem Weiterverarbeiten 60 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren. Wer es noch entspannter mag, nimmt direkt mein Kräuterfaltenbrot über Nacht, das ist gezielt für die Übernachtgare gemacht.

Passt Zupfbrot zum Grillen?

Ja, es ist die klassische Beilage beim Grillen. Die einzelnen Päckchen lassen sich ohne Messer abziehen, was es besonders gesellig macht. Es passt zu klassischem Grillgut wie Steak, Würstchen oder Pulled Pork, aber auch zu Salaten und Dips. Genauso macht es sich auf einem Buffet, zu Fondue, Raclette oder einer Suppe gut. Wenn du es zum Grillen einplanst, backe es am besten kurz vorher, dann ist es noch leicht warm, wenn es auf den Tisch kommt.

Kann ich Zupfbrot einfrieren?

Ja, am besten in Scheiben oder Stücken geteilt und gut verpackt in Gefrierbeuteln. Zum Auftauen 1 Stunde bei Raumtemperatur liegen lassen, dann 5 bis 10 Minuten bei 150 °C im Ofen aufbacken. Schmeckt fast wie frisch.

Welche Kastenform-Größe brauche ich?

Bei 500 g Mehl passt eine 30-cm-Kastenform gut. Bei 25 cm wird es eng, dann lieber etwas mehr Stückgare einplanen, damit der Teig nicht überquillt. Keine Kastenform zur Hand? Eine runde Springform oder Auflaufform (ca. 26 bis 28 cm) geht auch, dann setzt du die Päckchen kreisförmig ein.

Geht das Rezept auch komplett ohne Hefe?

Ja, mit Lievito Madre als alleinigem Triebmittel. Im Originalrezept ersetzt du die Hefe durch ca. 150 g aktive LM und reduzierst das Mehl um ca. 100 g und das Wasser um ca. 50 g. Die Stockgare verlängert sich dann auf 4 bis 6 Stunden, je nach Aktivität deiner LM. Diese Variante ist anspruchsvoller, weil die LM allein für den Trieb sorgt, schmeckt dafür aber noch aromatischer.

Was ist der Unterschied zwischen Zupfbrot und Kräuterfaltenbrot?

Beim Zupfbrot werden geschichtete Päckchen hochkant in eine Kastenform gestellt (Buchseiten-Optik). Beim Kräuterfaltenbrot werden lange Teigstreifen wie eine Ziehharmonika gefaltet und in eine Springform gesetzt (Blumen-Optik). Geschmacklich sind sich beide ähnlich, optisch und in der Zubereitung unterscheiden sie sich deutlich.

Was ist eigentlich ein Partybrot?

Gemeint sind Brote, von denen sich jeder selbst ein Stück abnehmen kann, ohne dass geschnitten werden muss. Dazu gehören Zupfbrote wie dieses, Faltenbrote, Brötchensonnen und eingeschnittene, gefüllte Brote. Gemeinsam ist ihnen, dass sie in der Mitte des Tisches stehen und mit den Händen gegessen werden.

Lust auf mehr Grill- und Beilagenbrote?

Weitere Inspiration: alle Beilagenbrote im Überblick

Die entspannte Variante: Kräuterfaltenbrot über Nacht (Übernachtgare mit wenig Hefe)

Mit Pizzasauce, Käse und Salami: Pizza Zupfbrot

Luftig und mediterran: Focaccia mit Olivenöl und Meersalz

Mein Hefeteig-Guide mit vielen hilfreichen Tipps: Hefeteig Grundrezept

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6 Kommentare

  • Falk Gregor

    Ich habe mal eine Frage:
    Wenn man keinen LM hat, steht hier z.B. dann 5g Hefe hinzu.
    Aber es sollten 100g LM sein, muss ich die restlichen 95g durch Wasser und Mehl ersetzen oder bleiben die einfach weg?
    Gruß aus dem Sauerland
    Falk

    • A
      cookieundco

      Bei manchen Rezepte reicht einfach 5 g Hefe statt dessen zu nehmen.
      Um ganz korrekt zu sein, könnten auch zusätzlich etwa 65 g Mehl und 35 g Schüttflüssigkeit in den Hauptteig gegeben werden.

      Viel Grüße,
      Sonja

  • Caroline

    Hallo,
    ich bin seit gut einem Monat fast täglich auf deinem Blog und habe schon einige Rezepte nachgebacken – bei Brot und Brötchen mit sehr leckeren Ergebnissen. Vielen, vielen Dank dafür!
    Nun würde ich gern dieses recht schnelle Rezept zum Grillen backen. Ich habe aber (noch) keine LM, dafür ein recht aktives und mildes Weizen-ASG (soweit ich das als Sauerteig-Anfängerin beurteilen kann…). Kann ich dieses (und andere Rezepte) mit meinem ASG statt LM machen und wenn ja, muss ich dann am Rezept etwas verändern? Ich würde die Flüssigkeitszugabe etwas reduzieren, da das ASG ja flüssiger ist als eine LM, aber reicht das?
    Danke und liebe Grüße

    • A
      cookieundco

      Genau, du kannst einfach die Flüssigkeit entsprechend reduzieren oder deinen Sauerteig vorher fester füttern. 🙂

      Herzlichst,
      Sonja

  • Jenni Koch

    Hallo Sonja,
    meinst du, es ist möglich, dass ich das Zupfbrot am Backtag nur vorbacke und am Tag danach dann erst fertig?
    Liebe Grüße
    Jenni

    • A

      Hallo Jenni,

      einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Das geht ja bei Brötchen und Brot auch.
      Würde es etwa 2/3 fertig backen und dann im Kühlschrank lagern bis zum nächsten Tag.

      LG Sonja