Johannisbeer-Gelee ohne Entsafter machen
Einen Entsafter brauchst du nicht. Ich koche die Johannisbeeren mit einem Schluck Wasser kurz auf, bis sie zerfallen, und streiche die heiße Masse dann durch ein Sieb. Der klare Saft, der dabei aufgefangen wird, ist die Grundlage fürs Gelee. Aus etwa 1000 Gramm Beeren bekommst du so 700 bis 750 Gramm Saft. Genau dieser Schritt, das Absieben, macht aus der Konfitüre ein Gelee: Kerne und Schalen bleiben im Sieb zurück.

Mit oder ohne Stiele entsaften?
Du musst die Johannisbeeren vor dem Entsaften nicht von den Rispen zupfen. Beim Kochen und Absieben bleiben die Stiele ohnehin im Sieb zurück. Das spart die mühsame Zupferei und kostet dich nichts an Geschmack. Erst wenn du die Beeren roh weiterverarbeiten würdest, lohnt sich das Entstielen, fürs Gelee ist es überflüssig.
Gelierzucker und die Gelierprobe
Ich nehme Gelierzucker 2:1, also auf zwei Teile Saft einen Teil Zucker. Das gibt ein Gelee, das fruchtig bleibt und nicht zu süß wird. Damit das Gelee am Ende auch wirklich fest wird, mache ich immer die Gelierprobe, bevor ich abfülle.
Die Gelierprobe Gib am Ende der Kochzeit etwas heißes Gelee auf einen kalten Löffel (am besten vorher in den Kühlschrank gelegt) und lass es abtropfen. Wird der letzte Tropfen fest, wird auch das Gelee im Glas fest. Bleibt er flüssig, kochst du einfach 1 bis 2 Minuten länger und probierst erneut.
Müssen die Gläser nach dem Befüllen umgedreht werden?
Nein. Lange galt das Umdrehen als Pflicht, nötig ist es nicht. Wenn du die Gläser vorher sauber sterilisierst und das heiße Gelee zügig einfüllst und sofort verschließt, entsteht beim Abkühlen von allein ein Unterdruck, der den Deckel sicher verschließt. Das Umdrehen kann sogar Nachteile haben, weil heißes Gelee am Deckel die Dichtung angreifen kann. Stell die Gläser also einfach aufrecht zum Abkühlen.
Häufige Fragen
Ja. Du kochst die Beeren mit einem Schluck Wasser kurz auf, bis sie zerfallen, und streichst die Masse durch ein Sieb. Den aufgefangenen Saft kochst du mit Gelierzucker zum Gelee. Einen Entsafter brauchst du nicht.
Nein. Beim Entsaften bleiben die Stiele im Sieb zurück, du kannst die Beeren also mitsamt Rispen verarbeiten.
Beide eignen sich. Rote ergeben ein helleres, frisches Gelee, schwarze ein dunkleres, kräftiges. Auch eine Mischung funktioniert, dann verschiebt sich der Geschmack je nach Anteil.
Ich arbeite mit Gelierzucker 2:1, also auf 700 bis 750 Gramm Saft etwa 500 Gramm Gelierzucker. Das gibt ein fruchtiges Gelee, das gut fest wird.
Nein. Sterile Gläser und heißes, zügiges Abfüllen reichen für einen sicheren Verschluss. Stell die Gläser aufrecht zum Abkühlen.
Noch mehr Rezepte mit Johannisbeeren
Wenn du noch mehr Johannisbeeren hast, schau dir auch meinen Johannisbeersirup an, die Grundlage für selbstgemachte Limonade, und das fruchtige Himbeer-Johannisbeer-Gelee. Das selbstgemachte Vanilleextrakt aus dem Rezept passt in viele meiner Einkoch-Rezepte. Nicht alle Beeren müssen ins Glas wandern, aus einem Teil wird bei mir gern ein saftiger Johannisbeerkuchen mit Streusel, der die Säure der Beeren mit einer süßen Streuselhaube ausgleicht.





3 Kommentare
Karina
Hall
Cookie und Co
Hallo liebe Karina,
erstmal vielen Dank f
Cookie und Co
Liebe Karina, der Stoff stammt aus einem Set. Ich habe das Set jetzt im Beitrag verlinkt. Das gibt es n