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Zwetschgenmarmelade selber machen: einfaches Grundrezept

Zwetschge oder Pflaume: was in die Marmelade kommt

Botanisch ist die Zwetschge eine Unterart der Pflaume, und im Alltag werfen viele beide Wörter durcheinander. Für die Marmelade macht es trotzdem einen Unterschied. Zwetschgen sind fester, weniger saftig und lösen sich leicht vom Stein. Dadurch wird die Marmelade dunkel und intensiv und zerfällt beim Kochen nicht zu Wasser. Runde, weiche Pflaumen gehen auch, sie bringen aber mehr Flüssigkeit mit, dann brauchst du etwas mehr Geduld beim Einkochen oder etwas weniger Zugabe an Saft.

Ich nehme klassische Zwetschgen, die im Spätsommer reif werden. Sie geben der Marmelade genau die Tiefe, die ich mag.

Selbst gemachte Zwetschgenmarmelade in einem Glas mit einem Löffel und Zwetschgen im Hintergrund.

Zwetschgenmarmelade oder Pflaumenmus: der Unterschied

Marmelade und Mus werden oft in einen Topf geworfen, dabei sind es zwei verschiedene Dinge. Pflaumenmus wird ohne Gelierzucker sehr lange eingekocht, oft stundenlang im Ofen, bis es dunkel und dick ist. Diese Marmelade hier ist in wenigen Minuten fertig, weil der Gelierzucker die Arbeit übernimmt. Sie bleibt fruchtiger und heller und geht deutlich schneller.

Selbst gemachte Zwetschgenmarmelade in einem Glas mit einem Löffel und Zwetschgen im Hintergrund.
Rezept

Einfache Zwetschgenmarmelade

Fruchtige Zwetschgenmarmelade aus wenigen Zutaten, in Minuten eingekocht. Wer mag, verfeinert mit Rum und Tonka.
Aktivzeit20 Min
Backzeit10 Min
Gesamt30 Min
Portionen 4 mittelgroße Marmeladengläser

Zutaten

  • 900 g Zwetschgen oder Pflaumen, entsteint
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • 1 kleine Zitrone (Saft und Schalenabrieb)
Zum Verfeinern (optional):
  • 50 g Rum oder Apfelsaft und etwas Rum-Aroma
  • 1 TL Vanilleextrakt oder eine Messerspitze gemahlene Vanille
  • 1 TL Zimt
  • etwas Tonkabohnen-Abrieb sparsam

Zubehör

  • 4 Einmachgläser à ca. 250 ml

Zubereitung

  1. Marmeladengläser und Deckel gründlich reinigen und auskochen oder sterilisieren. Einen kleinen Löffel für die Gelierprobe in den Kühlschrank legen.
  2. Die Zwetschgen in die gewünschte Größe schneiden, ich viertle sie.
    900 g Zwetschgen
  3. Alle Zutaten in einen großen Topf geben, gut vermengen und aufkochen. Wenn du verfeinern möchtest, kommen Rum, Zimt und Tonka jetzt mit dazu. Dabei hin und wieder umrühren.
    500 g Gelierzucker 2:1, 1 kleine Zitrone (Saft und Schalenabrieb), 50 g Rum, 1 TL Vanilleextrakt oder eine Messerspitze gemahlene Vanille, 1 TL Zimt, etwas Tonkabohnen-Abrieb
  4. Mindestens 3 Minuten sprudelnd weiterkochen, dabei rühren.
  5. Gelierprobe machen: etwas Masse auf den kalten Löffel geben und abtropfen lassen. Wird der letzte Tropfen fest, ist die Marmelade fertig. Sonst 1 bis 2 Minuten weiterkochen.
  6. Die Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen und sofort verschließen. Die Gläser musst du nicht auf den Kopf stellen.
Hinweis
Thermomix Zubereitung
  1. Die entsteinten Zwetschgen im Mixtopf 4 Sek. / Stufe 4 zerkleinern (oder vorher von Hand schneiden).
  2. Alle Zutaten dazugeben und 10 Sek. / Stufe 4 vermischen.
  3. Dann 15 Min. / 100 °C / Stufe 1,5 / Linkslauf kochen.
  4. Anschließend Gelierprobe, abfüllen, verschließen.
Nährwerte pro Glas: ~614 kcal #einfach #fruchtig #hausgemacht #konfitüre #marmelade #pflaumen #schnell #zwetschgen

Meine Tipps für die Zwetschgenmarmelade

Nimm vollreife Zwetschgen. Sie haben mehr Süße und Aroma und geben der Marmelade die dunkle Tiefe. Harte, unreife Früchte schmecken flach und brauchen mehr Zucker. Falls sich beim Kochen Schaum bildet, kannst du ihn vor dem Abfüllen kurz abschöpfen, dann wird die Marmelade klarer.

Autorenportrait von Sonja Bauer vom Foodblog Cookie und Co.
Selbst gemachte Zwetschgenmarmelade in einem Glas mit einem Löffel und Zwetschgen im Hintergrund.

Varianten

Meine Verfeinerung mit Rum und Tonka: Ein Schuss Rum bringt Wärme, etwas Tonkabohne eine feine Mandel-Marzipan-Note. Das ist meine Lieblingsversion. Ohne Alkohol geht es genauso, ersetz den Rum durch Apfelsaft und einen Tropfen Rum-Aroma.

Mit Apfel: Ein Teil Apfel macht die Marmelade milder und bringt zusätzliches Pektin. Wie das geht, zeige ich dir in meiner Zwetschgen-Apfel-Konfitüre.

Weihnachtlich: Mit Zimt, einer Prise Nelken oder Lebkuchengewürz wird aus der Marmelade ein Aufstrich für die Adventszeit und ein gutes Geschenk aus der Küche.

Tonkabohne sparsam einsetzen. Sie enthält Cumarin, das in größeren Mengen die Leber belasten kann. Ein wenig Abrieb reicht für das Aroma vollkommen aus, mehr braucht es nicht.

Selbst gemachte Zwetschgenmarmelade in einem Glas mit einem Löffel und Zwetschgen im Hintergrund.

Häufige Fragen zu Zwetschgenmarmelade

Kann ich Pflaumen statt Zwetschgen nehmen?

Ja. Zwetschge und Pflaume sind eng verwandt, du kannst das Rezept mit beiden machen. Weiche, saftige Pflaumen bringen mehr Flüssigkeit mit, dann kochst du etwas länger, bis die Gelierprobe fest wird.

Was ist der Unterschied zwischen Zwetschgenmarmelade und Pflaumenmus?

Die Marmelade wird mit Gelierzucker in wenigen Minuten eingekocht und bleibt fruchtig. Mus wird ohne Gelierzucker über Stunden eingedickt und schmeckt karamelliger und dunkler.

Geht das Rezept auch ohne Rum?

Ja. Ersetz den Rum durch die gleiche Menge Apfelsaft und gib bei Bedarf einen Tropfen Rum-Aroma dazu. Die Marmelade wird auch ohne Alkohol gut.

Welchen Gelierzucker nehme ich, 2:1 oder 3:1?

Ich nehme 2:1, das gibt eine fruchtige Marmelade mit weniger Zucker. Mit 3:1 wird sie noch fruchtiger, geliert aber empfindlicher. Halte dich an die Packungsangabe des jeweiligen Gelierzuckers.

Wie lange hält die Marmelade?

Sauber heiß abgefüllt und verschlossen hält sie ungeöffnet viele Monate an einem kühlen, dunklen Ort. Nach dem Öffnen in den Kühlschrank und innerhalb von zwei bis drei Wochen aufbrauchen.

Wie viel Tonkabohne darf rein?

Nur wenig Abrieb. Tonka enthält Cumarin und sollte sparsam dosiert werden. Für die Aromanote reicht eine kleine Menge locker aus.

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