Quarkbällchen schnell und einfach
Für diese Quarkbällchen brauchst du weder einen Hefeteig noch eine Fritteuse. Ein hoher Topf reicht aus. Der Teig besteht aus Mehl, Magerquark, Eiern, Zucker und Backpulver; Vanille und etwas Zitronenabrieb geben ihm Aroma.
Das Backpulver lockert den Teig beim Ausbacken, deshalb fällt die Gehzeit weg. Plane trotzdem genug Zeit am Herd ein: Die Bällchen kommen in kleinen Portionen ins Fett und brauchen Platz zum Schwimmen und Drehen. Während die nächste Portion goldbraun wird, kannst du die fertigen Bällchen kurz abtropfen lassen und noch warm in Zucker wälzen.

Meine 5 Tipps für extra luftige Quarkbällchen
Eier und Quark kurz vorher bereitstellen. Wenn die Zutaten nicht mehr ganz kühlschrankkalt sind, lassen sie sich leichter zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Lass sie dafür nur während deiner Vorbereitung stehen.
Mehl nur kurz unterrühren. Sobald Mehl und Backpulver dazukommen, rührst du auf niedriger Stufe und hörst auf, wenn keine trockenen Mehlstellen mehr zu sehen sind. Langes Rühren kann den Teig zäh machen.
Walnussgroß portionieren. Die Bällchen gehen beim Frittieren noch auf und werden fast doppelt so groß. Halte die rohen Portionen deshalb klein und möglichst gleichmäßig, damit sie ähnlich lange brauchen.
Platz im Topf lassen. Gib nur etwa 4 bis 5 Bällchen gleichzeitig ins Fett, je nach Topfgröße auch weniger. Sie sollen frei schwimmen können. Kontrolliere vor der nächsten Portion, ob das Öl wieder die richtige Temperatur hat.
Noch warm zuckern. Lass die fertigen Bällchen kurz auf Küchenpapier abtropfen und wälze sie anschließend im Zucker. An der noch warmen Oberfläche bleibt er gut haften.

Quarkbällchen welcher Teig?
Meine Quarkbällchen bestehen aus einem Rührteig mit Magerquark und Backpulver. Anders als bei einem Brandteig wird der Teig nicht im Topf erhitzt. Auch Kneten und eine Gehzeit wie beim Hefeteig gehören hier nicht zur Zubereitung.
Warum ich Magerquark verwende
Das Rezept ist auf Magerquark abgestimmt. Er bringt Feuchtigkeit in den Teig und trägt zur saftigen Krume bei. Zusammen mit den Eiern ergibt er die feuchte Grundlage, unter die du zuletzt Mehl und Backpulver rührst. Du kannst das Rezept mit Weizenmehl Type 405 oder Dinkelmehl Type 630 zubereiten, beide stehen als Möglichkeit in meiner Rezeptkarte.
So soll die Konsistenz aussehen
Der fertige Teig ist zäh und klebrig. Er lässt sich mit einem Löffel abstechen, aber nicht wie ein fester Brötchenteig mit den Händen zu glatten Kugeln rollen. Genau an dieser Stelle brauchst du kein zusätzliches Mehl.
Ich habe es trotzdem mit mehr Mehl versucht, weil sich der Teig dann angenehmer abstechen lässt. Er wird dadurch fester, und die Quarkbällchen trocknen schneller aus. Deshalb bleibt es bei der Mehlmenge aus der Rezeptkarte, auch wenn der Teig zunächst ungewohnt klebrig wirkt.

Mein Tipp
Nimm zwei Teelöffel oder einen kleinen Eisportionierer. Wenn der Teig daran haftet, benetze die Löffel oder den Portionierer mit etwas Öl. So kannst du ihn leichter abstreifen und vorsichtig ins Frittierfett gleiten lassen. Kleine Spitzen und unregelmäßige Stellen sind dabei in Ordnung; achte vor allem auf ähnlich große Portionen.

Quarkbällchen welches Öl?
Zum Frittieren von Quarkbällchen eignet sich hocherhitzbares, geschmacksneutrales Pflanzenöl, zum Beispiel raffiniertes Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Auch ausgewiesenes Frittieröl, festes Frittierfett und Butterschmalz kommen infrage. Achte bei Pflanzenöl auf die Kennzeichnung, dass es zum Frittieren beziehungsweise hohen Erhitzen geeignet ist.
Welches Fett passt geschmacklich?
- Neutrales Pflanzenöl oder Frittieröl: Vanille, Quark und die Zuckerschicht stehen geschmacklich im Vordergrund.
- Festes Frittierfett: Eine weitere Möglichkeit für das Ausbacken. Richte dich bei der Verwendung nach den Angaben auf der Verpackung.
- Butterschmalz: Gibt den Quarkbällchen eine buttrige Note. Verwende dafür Butterschmalz, gewöhnliche Butter ist zum Frittieren bei diesen Temperaturen ungeeignet.
Die richtige Temperatur zum Frittieren
Für mein Rezept erhitzt du das Öl auf 170 bis 175 °C. Bei zu hoher Temperatur bräunen die Bällchen außen, bevor der Teig innen durchgebacken ist. Über 180 °C werden sie schnell zu dunkel. Ist das Fett deutlich zu kühl, etwa unter 160 °C, können die Bällchen fettig und schwer werden.
Ein Küchenthermometer hilft dir, die Temperatur auch zwischen den Portionen zu kontrollieren. Wenn frischer Teig ins Öl kommt, sinkt sie zunächst ab. Lass das Fett deshalb vor der nächsten Portion wieder auf die angegebene Temperatur kommen.
Der Holzlöffeltest ist nur eine grobe Orientierung: Kleine Bläschen am hineingehaltenen Holzstiel zeigen, dass das Fett heiß ist. Ob es tatsächlich im Bereich von 170 bis 175 °C liegt, kannst du daran nicht zuverlässig ablesen.
Topf oder Fritteuse?
Du kannst einen hohen Topf oder eine geeignete Fritteuse verwenden. Fülle das Öl im Topf 6 bis 8 cm hoch ein, damit die Bällchen frei darin schwimmen können. Lass gleichzeitig genügend Abstand zum Topfrand, weil das Fett beim Einlegen des Teigs aufschäumt. Bei einer Fritteuse gelten die Füllmarkierungen des Geräts.
Pannenhilfe für Quarkbällchen
Warum ist der Teig für die Quarkbällchen zu flüssig?
Ein zäh-klebriger Teig ist bei diesem Rezept richtig. Läuft er vom Löffel, prüfe zuerst, ob du alle Zutaten genau abgewogen hast. Gib nicht einfach zusätzliches Mehl hinein. Ich habe das ausprobiert: Der Teig wird dadurch fester, und die Quarkbällchen trocknen schneller aus.
Warum sind die Quarkbällchen außen dunkel und innen noch roh?
Sind die Quarkbällchen außen zu dunkel und innen noch roh, war das Öl meist zu heiß oder die Teigportion zu groß. Prüfe die Temperatur und portioniere den nächsten Durchgang kleiner. Schneide bei Unsicherheit ein Bällchen auf: In der Mitte sollte kein roher, pastiger Teig mehr zu sehen sein.
Warum werden Quarkbällchen fettig?
Fettige Quarkbällchen deuten auf zu kühles Fett hin. Auch zu viele Portionen auf einmal lassen die Temperatur stark sinken. Lass das Öl vor der nächsten Runde wieder auf 170 bis 175 °C kommen und backe nur wenige Bällchen gleichzeitig aus.
Warum drehen sich die Quarkbällchen nicht von selbst?
Die Bällchen brauchen außerdem Platz, um sich im Fett drehen zu können. Hilf mit einem Löffel vorsichtig nach, wenn eine Seite oben bleibt. Das ist kein Zeichen für einen misslungenen Teig.

Häufige Fragen
Quarkbällchen sind kleine, runde Siedegebäcke aus Quarkteig. Quarkkeulchen sind flache sächsische Pfannengebäcke aus Quark und Kartoffeln. Rheinische Mutzen werden ausgerollt und rautenförmig geschnitten, während Mutzenmandeln meist aus Mürbeteig bestehen und tropfenförmig sind. „Krapfen“ ist regional nicht eindeutig und kann verschiedene Fettgebäcke bezeichnen.
Nein, den Teig für die Quarkbällchen solltest du nicht vorbereiten. Rühre den Backpulverteig frisch an und backe ihn direkt aus. Möchtest du Zeit sparen, kannst du die Quarkbällchen vollständig ausbacken und vor dem Servieren kurz bei 150 °C im Ofen erwärmen. Für eine längere Aufbewahrung lässt du sie vollständig auskühlen und frierst sie ohne Zucker ein. Danach backst du sie bei 150 °C im Ofen auf und wälzt sie noch warm in Zucker.
Grundsätzlich lassen sich Quarkbällchen auch mit Hefe zubereiten, dann braucht der Teig Zeit zum Aufgehen. Eine getestete Umrechnung für dieses Rezept kann ich dir dafür nicht nennen. Hier sorgt Backpulver für die Lockerung, damit du ohne Gehzeit weiterarbeiten kannst. Für ein ausgearbeitetes Schmalzgebäck-Rezept mit Hefe findest du bei mir auch selbst gemachte Berliner.
Quarkbällchen lassen sich grundsätzlich auch im Backofen backen, geschmacklich bekommst du dabei ein anderes Ergebnis. Ich habe die Ofen-Variante ausprobiert: Mir fehlt dabei der typische Geschmack nach Fettgebäck. Deshalb bleibe ich für dieses Rezept beim Frittieren. Die dünne knusprige Außenschicht gehört für mich dazu. Die Frittierzeit aus der Karte lässt sich nicht als Backzeit für den Ofen übernehmen.
Quarkbällchen halten sich etwa 1 bis 2 Tage, schmecken aber frisch und noch lauwarm am besten. Die dünne Kruste wird beim Aufbewahren weicher, in einem geschlossenen Behälter besonders schnell. Lass die Bällchen vor dem Verpacken auskühlen. Zum Auffrischen kannst du sie kurz bei 150 °C im Ofen aufbacken; das bringt etwas Knusprigkeit zurück, ersetzt aber nicht das frisch frittierte Ergebnis.
Ja, du kannst ausgebackene Quarkbällchen einfrieren. Lass sie dafür vollständig auskühlen und friere sie ohne Zuckerschicht ein. Backe sie zum Auftauen bei 150 °C im Ofen auf und wälze sie anschließend in Zucker. Eine feste Aufbackzeit gebe ich dir nicht an, weil Größe und Ofen mit hineinspielen.
Mehr Ideen zum Nachbacken: Zu Silvester passen auch meine selbst gemachten Berliner und die Neujahrsbrezel. Weitere kleine Gebäcke für die Kaffeerunde findest du bei meinen Rezepten für Kekse und Kleingebäck.











4 Kommentare
Nadine
Vielen Dank für das tolle Rezept ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Sonja
Liebe Nadine,
sehr gerne und ein frohes neues Jahr!
Viele Grüße Sonja
Jasmin scheib
hallo Sonja kann ich die Qarkbällchen auch mit Hefe machen
LG Jasmin
Sonja
Hallo Jasmin,
das sollte sicher gehen. Du musst den Teig dann natürlich etwas Zeit geben, damit er aufgehen kann und die Quarkbällchen schön locker werden.
Bei weiteren Fragen melde dich gerne.
LG Sonja