Was diesen Schoko-Zucchinikuchen ausmacht
Der Kuchen ist schokoladig, ohne schwer zu sein, und er bleibt durch die Zucchini länger saftig als ein normaler Schokokuchen. Was ihn für mich besonders macht, ist ein Schuss frisch gebrühter Espresso im Teig. Er verstärkt die Schokonote, ohne dass man den Kaffee herausschmeckt.
Wer mag, gibt eine Prise Zimt dazu, das bringt etwas Tiefe und passt vor allem in der kühleren Jahreszeit. Geraspelte Zucchini, Öl statt nur Butter und der Kakao sorgen zusammen für die feuchte, dichte Krume, die diesen Kuchen ausmacht.

Zutaten für den Schoko-Zucchinikuchen
Die genauen Mengen findest du in der Rezeptkarte. Worauf es bei den Zutaten ankommt:
Zucchini geben Feuchtigkeit und werden geschmacklich vom Kakao komplett überdeckt. Wichtig ist, sie nicht zu fein zu raspeln und bei sehr saftigen Exemplaren kurz abtropfen zu lassen, sonst wird der Teig zu nass.
Butter und Öl zusammen, nicht nur Butter. Das Öl hält den Kuchen auch nach Tagen noch saftig, die Butter bringt Geschmack.
Kakao und Schokostückchen bilden die schokoladige Basis. Back-Kakao für die Grundnote, Schokotropfen oder gehackte Schokolade für die Stückchen, die im Teig schmelzen.
Espresso verstärkt die Schokolade. Ein Schuss reicht, alternativ Milch, dann wird die Schokonote etwas milder.
Haselnüsse sind hier eine Zutat unter mehreren, kein Hauptmerkmal. Du kannst sie durch Mandeln ersetzen oder weglassen und stattdessen etwas mehr Mehl verwenden.

Die Schokoglasur mit der Impfmethode
Damit die Glasur glänzt und nicht stumpf wird, bereite ich sie mit der Impfmethode zu. Das klingt aufwändiger, als es ist:
Zwei Drittel der gehackten Schokolade zusammen mit Sahne und Espresso über dem Wasserbad schmelzen. Sobald alles flüssig ist, vom Wasserbad nehmen und das restliche Drittel Schokolade unterrühren, bis es vollständig geschmolzen ist. Durch die zugegebene, ungeschmolzene Schokolade kommt die Glasur von selbst auf die richtige Verarbeitungstemperatur und bleibt nach dem Trocknen glänzend statt matt.
Den Guss gleichmäßig über den abgekühlten Kuchen verteilen und nach Wunsch mit gerösteten Haselnüssen oder weißen Schokoraspeln bestreuen.


Tipps zu Form, Backzeit und Aufbewahrung
Backform: Ich backe den Kuchen auf einem kleinen Blech mit eckigem Backrahmen, dann bekommt er eine schöne Höhe. In einer Springform werden die Stücke dicker, die Backzeit verlängert sich um etwa 10 Minuten. Im Gugelhupf kann es bis zu 60 Minuten dauern. Je höher der Kuchen, desto länger die Backzeit, also rechtzeitig die Stäbchenprobe machen.
Halbe Menge: Das halbe Rezept passt in eine Springform mit 26 cm Durchmesser.
Aufbewahrung: Gut abgedeckt bleibt der Kuchen 2–3 Tage saftig. Durch die Zucchini schmeckt er am zweiten Tag oft noch besser, wenn er durchgezogen ist. Du kannst ihn auch in Stücken einfrieren.


Häufige Fragen zum Schoko-Zucchinikuchen
Nein. Die Zucchini sorgt nur für Saftigkeit und verschwindet geschmacklich komplett hinter dem Kakao. Auch skeptische Mitesser merken in der Regel nichts.
Ja. Du kannst Haselnüsse durch Mandeln oder Walnüsse ersetzen oder ganz weglassen. Ohne Nüsse einfach etwas mehr Mehl verwenden, damit die Bindung stimmt.
Gut verpackt mindestens 2–3 Tage. Einfrieren geht ebenfalls, am besten in Stücken.
Im Grundsatz ja. Eier durch Ei-Ersatz oder Apfelmus ersetzen, Butter durch pflanzliche Margarine, und bei Schokolade und Glasur auf pflanzliche Produkte achten. Die Konsistenz kann sich leicht verändern.
Ein Blech mit Backrahmen ist ideal. Eine große Springform oder eine Gugelhupfform gehen auch, dann die Backzeit anpassen.
Noch mehr saftige Kuchen mit dem gewissen Extra
Bei mir ist dieser Kuchen im Sommer fester Bestandteil der Zucchini-Verwertung, und im Winter passt die Espresso-Zimt-Note ganz besonders. Wenn du es lieber hell und frisch magst, schau dir meinen hellen Zucchini-Nuss-Kuchen mit Limette an. Für noch mehr Schokolade gibt es den Espresso-Schoko-Gugelhupf, und wer Gemüse im Kuchen mag, wird auch beim Rüblikuchen fündig.






3 Kommentare
Svenja P.
Hallo Sonja, habe gestern das Rezept mit Zucchini aus dem Garten gebacken. Sogar mein Mann war begeistert, obwohl er kein Gemüse ein Kuchen mag. 😀
VG Svenja
Monika
liebe Sonja,
kann ich das Rezept für ein großes Backblech einfach verdoppeln?
liebe Grüße
Monika
Sonja
Liebe Monika,
das hängt von der Größe deines Blechs ab, und einfach verdoppeln wäre für ein normales Backblech meist zu viel. Das Grundrezept ist für ein kleines Blech oder einen Rahmen von etwa 35 x 25 cm gedacht. Ein normales tiefes Backblech misst grob 30 x 40 cm und fasst die einfache Menge schon, der Kuchen wird dann nur etwas flacher.
Wenn dein großes Blech deutlich größer ist, so in Richtung 40 x 37 cm, würde ich eher das 1,5-fache nehmen, dann bekommst du eine schöne Höhe. Das Doppelte füllt erst ein wirklich großes Blech und läuft auf einem normalen sonst über.
Am einfachsten misst du dein Blech kurz aus: Länge mal Breite rechnen und durch 875 teilen (das ist die Fläche des Originalblechs). Die Zahl, die dabei rauskommt, ist ungefähr dein Faktor.
Eins noch: Je höher der Teig im Blech steht, desto länger braucht er. Mach also auf jeden Fall die Stäbchenprobe und plane etwas mehr Backzeit ein.
Liebe Grüße
Sonja