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Ofenpfannkuchen vom Blech: einfach und schnell für die ganze Familie

Warum aus dem Ofen und nicht aus der Pfanne

Der Unterschied ist nicht der Geschmack, sondern die Menge. In der Pfanne backst du einen nach dem anderen, im Ofen alle gleichzeitig.

Ein tiefes Blech ergibt vier bis sechs Portionen. Bis die fertig sind, hättest du in der Pfanne mindestens acht Mal gewendet.

Was sich ändert: Der Ofenpfannkuchen wird dicker und lockerer als ein Pfannenpfannkuchen, fast wie ein flacher Auflauf. Er ist innen weicher und aussen leicht knusprig, wo der Teig das Blech berührt.

Was gleich bleibt: der Teig. Mehl, Milch, Eier, etwas Zucker und Fett. Nichts Besonderes, und genau das ist der Punkt.

Ein bisschen Backpulver macht den Unterschied zum Pfannenteig. In der Pfanne würde es den Pfannkuchen zu locker machen, im Ofen sorgt es dafür, dass er aufgeht statt flach zu bleiben.

Schneller Ofenpfannkuchen vom Blech.

Der Teig in fünf Minuten

Die Reihenfolge ist wichtiger als die Technik.

Zuerst das geschmolzene Fett mit Milch und Eiern verrühren, dann erst die trockenen Zutaten dazu. Andersherum bilden sich Klumpen, die du danach nicht mehr wegbekommst.

Rühr nur kurz. Sobald keine Mehlnester mehr zu sehen sind, hörst du auf. Der Teig ist dünner als ein Rührteig und darf es auch sein, er soll sich auf dem Blech von allein verteilen.

Butter im Teig macht ihn geschmeidiger und verhindert, dass er trocken wird. Wichtig ist nur, dass sie geschmolzen und nicht heiß ist, sonst stockt das Ei.

Autorenportrait von Sonja Bauer vom Foodblog Cookie und Co.
Schneller Ofenpfannkuchen vom Blech.
Schneller Ofenpfannkuchen vom Blech.
Rezept

Ofenpfannkuchen vom Blech

Pfannkuchen für die ganze Familie, ohne dass einer an der Pfanne steht. Der Teig ist in fünf Minuten gerührt, den Rest macht der Ofen.
Aktivzeit10 Min
Backzeit25 Min
Gesamt35 Min
Portionen 6 Personen

Zutaten

Für den Teig
  • 200 g Mehl Weizen Type 405 oder Dinkel Type 630
  • 400 g Milch
  • 30 g geschmolzene Butter oder 25 g neutrales Öl
  • 3 Eier (Gr. M)
  • 2–3 EL Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
Für den Belag (optional)
  • 300 g Frische oder gefrorene Beeren oder 2 geschälte, gehobelte Äpfel
Außerdem
  • Butter für das Blech oder Butterschmalz
  • Zimtzucker oder Puderzucker zum Servieren

Zubehör

  • 1 tiefes Backblech (ca. 30 x 40 cm)

Zubereitung

  1. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Heißluft vorheizen.
    Ein tiefes Backblech gut mit Butter einfetten.
    Butter für das Blech
  2. Butter, Eier, Zucker und Salz kurz aufschlagen.
    Danach die restlichen Zutaten zugeben und nur kurz zu einem glatten Teig verrühren, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind.
    200 g Mehl, 30 g geschmolzene Butter, 3 Eier (Gr. M), 2–3 EL Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 1 Prise Salz, 400 g Milch
    Verrührter Teig für Ofenpfannkuchen vom Blech.
  3. Den dünnflüssigen Teig auf das vorbereitete Blech gießen und gleichmäßig verteilen.
    Nach Belieben Beeren oder Apfelschieben gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
    300 g Frische oder gefrorene Beeren oder 2 geschälte, gehobelte Äpfel
    Teig für Ofenpfannkuchen auf einem Backblech verteilt.
  4. Etwa 25 Minuten backen, bis der Pfannkuchen goldbraun ist und sich am Rand leicht vom Blech löst.
    Frisch gebackener Ofenpfannkuchen auf dem Backblech.
  5. Am besten noch warm servieren und dazu gerne mit Puderzucker oder Zimtzucker bestreuen.
    Zimtzucker oder Puderzucker
    Schneller Ofenpfannkuchen vom Blech.
Hinweis
In der Auflaufform oder Springform: Nimm das halbe Rezept und verkürze die Backzeit auf etwa 20 Minuten.
Am nächsten Tag: Schmeckt auch kalt sehr gut. Gut abgedeckt aufbewahren, damit der Ofenpfannkuchen nicht austrocknet.
Mit Obst: Besonders gut warm mit einer Kugel Vanilleeis.
Mit Nuss-Nougat-Creme: Den pur gebackenen Pfannkuchen noch warm dünn bestreichen, in Streifen schneiden und aufrollen.
Mit Sauerteigresten: 100 g flüssiges Anstellgut, dafür 50 g weniger Mehl und 50 g weniger Milch. Mit Lievito Madre sind es 75 g, dafür 50 g weniger Mehl und 25 g weniger Milch.
Fluffiger mit Eischnee: Eier trennen, Eiweiß steif schlagen und unter den teig heben. 
Herzhaft statt süß: Zucker und Vanillezucker weglassen, dafür 2 Prisen Salz. Ersetz außerdem die Hälfte der Milch durch Sprudelwasser, das macht den Teig lockerer.  Mein Belag dafür: 150–200 g klein geschnittener Schinken, eine Handvoll Lauchzwiebeln in feinen Ringen und 150–200 g geriebener Käse. Dazu Salz, Pfeffer, eine Prise Muskat und etwas Knoblauchgranulat.
Thermomix
  1. Backofen vorheizen und Blech vorbereiten wie oben.
  2. Butter 2–3 in. / 50 °C / Stufe 1 schmelzen.
  3. Eier, Zucker, Vanillezucker und Salz zugeben, 1 Min. / Stufe 4 vermischen.
  4. Restliche Zutaten zugeben, 15 Sek. / Stufe 4 zu einem glatten Teig verrühren. Weiter wie im Rezept.
Nährwerte pro Portion: ~230 kcal #comfortfood #dinkelmehltype630 #discard #einfach #kindgerecht #milch #schnell #weizenmehltype405

Was oben drauf kommt

Der Grundteig ist neutral, den Rest entscheidest du.

Heidelbeeren sind meine häufigste Wahl. Gefroren gibst du sie direkt auf den Teig, ohne Auftauen. Aufgetaut würden sie Saft ziehen und den Teig verfärben.

Gehobelte Äpfel passen im Herbst. Schälen, in dünne Scheiben hobeln und gleichmäßig verteilen. Mit Zimt und einer Kugel Vanilleeis daneben ist das ein Nachtisch.

Ganz ohne Belag funktioniert genauso. Dann kommt nach dem Backen Zimtzucker, Puderzucker oder Ahornsirup darüber. So kennen ihn die meisten, und so ist er am schnellsten.

Und wenn du ihn pur gebacken hast: Bestreich ihn noch warm dünn mit Nuss-Nougat-Creme, schneide ihn in Streifen und roll sie auf. Das ist bei Kindern die beliebteste Variante, und es geht schneller als jede Füllung vor dem Backen.

Was ich nicht machen würde: sehr saftige Früchte wie Melone, Grapefruit oder Orange. Sie geben zu viel Wasser ab, und der Teig wird darunter matschig.

Gefrorene Beeren nicht vorher auftauen. Sie kommen direkt aus dem Gefrierfach auf den Teig. Aufgetaut geben sie Saft ab, der Teig färbt sich und die Backzeit verlängert sich unnötig.

Schneller Ofenpfannkuchen vom Blech.

Herzhaft geht genauso gut

Lass Zucker und Vanillezucker weg und nimm zwei Prisen Salz. Der Teig ist dann neutral, und du kannst ihn belegen wie eine Pizza.

Ersetz außerdem die Hälfte der Milch durch Sprudelwasser. Der Zucker gibt dem süßen Teig etwas Bindung und Bräunung. Fällt er weg, wird der Teig flacher. Die Kohlensäure gleicht das aus.

Mein Belag dafür: 150 bis 200 g klein geschnittener Schinken, eine Handvoll Lauchzwiebeln in feinen Ringen und 150 bis 200 g geriebener Käse. Dazu Salz, Pfeffer, eine Prise Muskat und etwas Knoblauchgranulat.

Bei Gemüse gilt dasselbe wie beim Obst: Was viel Wasser zieht, vorher kurz anbraten oder abtropfen lassen. Sonst weicht der Teig darunter durch.

Ofenpfannkuchen mit Sauerteigresten

Der Ofenpfannkuchen ist eines der wenigen Rezepte, bei denen Sauerteigreste wirklich passen.

Beim Brot brauchst du Triebkraft, hier nicht. Der Teig geht durch die Eier und den Dampf im Ofen auf, nicht durch Gärung. Das Anstellgut muss also nicht aktiv sein und darf direkt aus dem Kühlschrank kommen. Genau deshalb funktioniert hier auch der Rest, den du sonst wegschütten würdest.

Was er beiträgt, ist Aroma. Eine feine Säure, die den süßen Belag ausgleicht, und mehr Tiefe im Geschmack. Der Unterschied ist deutlich, ohne dass der Pfannkuchen sauer schmeckt.

Für flüssiges Anstellgut: Gib 100 g zum Teig und nimm dafür 50 g weniger Mehl und 50 g weniger Milch.

Für Lievito Madre: Nimm 75 g und reduziere das Mehl um 50 g, die Milch um 25 g. Die Madre ist fester, deshalb ziehst du weniger Flüssigkeit ab.

Rühr das Anstellgut zuerst mit der Milch glatt, bevor das Mehl dazukommt. Kalt und direkt aus dem Kühlschrank verklumpt es sonst schnell im Teig, und die Klümpchen bekommst du danach nicht mehr weg.

Was du sonst noch aus Sauerteigresten machen kannst, findest du gesammelt in meiner Sammlung für Sauerteigreste.

Schneller Ofenpfannkuchen vom Blech.

Warum sich der Teig manchmal wölbt

Das ist der Abschnitt, den keiner der vier Wettbewerber hat.

In den Kommentaren bei Gaumenfreundin, Familienkost und Emmi taucht dieselbe Frage immer wieder auf: “Der Teig hat sich riesig aufgebläht wie ein Luftballon.” “Sah nach Krater aus.” “Von unten noch weich und hell.” Die Antwort lautet dort jedes Mal nur “das ist normal”.

Du kannst erklären, warum es passiert und wie man es steuert.

Warum sich der Teig manchmal wölbt

Bei sehr dünnem Teig stockt die Oberfläche schneller, als der Dampf darunter entweichen kann. Er sammelt sich, hebt die gestockte Decke an, und es entstehen Blasen oder eine Art Mondlandschaft. Das schadet dem Geschmack nicht, sieht aber ungewohnt aus.

Bei meinem Teig passiert das kaum, weil er etwas dicker ist als in vielen anderen Rezepten. Er gart gleichmäßiger durch, statt oben zu versiegeln und unten weich zu bleiben.

Wenn es doch passiert, hilft eines von zwei Dingen: ein größeres Blech, damit der Teig flacher liegt, oder die Blasen nach dem Backen kurz mit einer Gabel einstechen.

Warum manche Stellen blass bleiben

Der Teig ist flüssig und läuft dorthin, wo das Blech tiefer liegt. Verzogene Bleche sind häufiger, als man denkt. Wo mehr Teig steht, dauert das Garen länger und die Farbe bleibt heller.

Prüf dein Blech, indem du es umgedreht auf eine gerade Fläche stellst. Wackelt es, verteilt sich der Teig ungleichmäßig.

Die Blechgröße entscheidet: Ein tiefes Backblech mit etwa 30 x 40 cm ist die Grundlage für die Backzeit im Rezept. Nimmst du ein kleineres, wird der Teig dicker und braucht deutlich länger. Genau daran scheitern die meisten Versuche, die “nach 30 Minuten immer noch nicht durch” sind.

Schneller Ofenpfannkuchen vom Blech.

Häufige Fragen zu

Wie viele Portionen ergibt ein Blech?

Etwa 6 Portionen, je nachdem wie groß du schneidest.

Kann ich Sauerteigreste im Teig verwenden?

Ja, und das ist eines der wenigen Rezepte, wo Discard wirklich passt. Beim Brot brauchst du Triebkraft, hier nicht: Der Teig geht durch Eier und Dampf auf. Das Anstellgut bringt nur Aroma und eine leichte Säure.

Muss das Anstellgut aktiv sein?

Nein. Es kann direkt aus dem Kühlschrank kommen und muss nicht aufgefrischt sein. Der Ofenpfannkuchen geht durch Eier und Dampf auf, nicht durch Gärung. Rühr es nur zuerst mit der Milch glatt, sonst bleiben Klümpchen.

Kann ich den Ofenpfannkuchen auch herzhaft machen?

Ja. Lass Zucker und Vanillezucker weg, nimm zwei Prisen Salz und ersetz die Hälfte der Milch durch Sprudelwasser. Danach belegst du den Teig zum Beispiel mit Schinken, Lauchzwiebeln und geriebenem Käse. Wasserreiches Gemüse vorher kurz anbraten, sonst weicht der Boden durch.

Kann ich den Teig vorbereiten?

Ja, bis zu zwei Stunden vorher. Vor dem Aufgießen nochmal kurz durchrühren, weil sich das Mehl absetzt. Länger als einen halben Tag würde ich ihn nicht stehen lassen.

Warum wird mein Ofenpfannkuchen nicht locker?

Meist wurde der Teig zu lange gerührt oder er war zu dick. Rühre nur, bis keine Mehlnester mehr da sind, und achte auf die Blechgröße: Ein zu kleines Blech macht den Teig höher, und dann geht er schlechter auf.

Kann ich Dinkelmehl nehmen?

Ja, Type 630 funktioniert genauso. Der Teig wird etwas dickflüssiger, gib dann einen Schuss Milch mehr dazu.

Muss ich das Obst auftauen?

Nein, im Gegenteil. Gefrorene Beeren kommen direkt aufs Blech. Aufgetaut geben sie Saft ab und färben den Teig.

Wie lange hält er sich?

Etwa zwei bis drei Tage gut abgedeckt bei im Kühlschrank.

Kann ich ihn einfrieren?

Ja, am besten in Stücke geschnitten und luftdicht verpackt hält sich gefroren etwa 6 Monate.

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4 Kommentare

  • Das klingt lecker! Vielen Dank f

  • Annette

    Hallo Sonja
    habe heute den Ofenpfannkuchen gemacht, halb Heidelbeeren , halb Äpfel.
    Tolles Rezept. Danke dafür.

    Schönen 1. Mai und schönes WE

    Lieben Gruss Annette

    • A
      cookieundco

      Das klingt sehr lecker!
      Ich wünsche dir auch einen schöne 1.Mai!

      Herzlichst,
      Sonja